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Fallstricke

Rechtsdienste und Standardvordrucke aus dem Internet bergen Gefahren

Im Informationszeitalter stehen internetbasierte Rechtsdienstleistungen und Standardvordrucke all jenen zum Herunterladen zur Verfügung, die sich einen Anwalt nicht leisten wollen oder meinen, rechtliche Fragen eigenständig klären zu können. Obwohl scheinbar sicher, bestehen bei der Nutzung solcher Do-It-Yourself Angebote Risiken, die am Ende durchaus mehr Zeit, Aufwand und Kosten bedeuten können. Im Fall Aldrich gegen Basile (SC11-2147) fällte der Oberste Gerichtshof von Florida erst kürzlich ein Urteil, das diese Gefahren verdeutlicht. 

In diesem Fall hatte eine Erblasserin ein Testament auf einem im Internet erworbenen Vordruck hinterlassen, in welchem sie ihrer Schwester eine spezifisch genannte Immobilie hinterließ. Das Testament enthielt außerdem die Bedingung, dass die genannte Immobilie im Falle des Ablebens der begünstigten Schwester vor dem Tod der Erblasserin ihrem Bruder zufallen sollte. Wie es in solchen Fällen scheinbar immer geschieht, verstarb die Schwester nun tatsächlich vor der Erblasserin, so dass die Immobilie basierend auf dem Testament nun an den Bruder hätte vererbt werden sollen. Unglücklicherweise enthielt der Vordruck jedoch keine Verfügung darüber, was mit einer im Testament nicht aufgeführten Immobilie zu geschehen hätte, welche in diesem spezifischen Fall von der nun zuerst verstorbenen Schwester an die Erblasserin vererbt wurde. Ein rechtlich einwandfrei aufgesetztes Testament enthält üblicherweise eine Rückfallklausel, die genau derartige Szenarios regelt. Gerichte messen den in einem Testament dargelegten letzten Wünschen eines Verstorbenen große Bedeutung bei, man nennt dies die testamentarische Absicht. Normalerweise wird ein Gericht den Willen eines Erblassers so interpretieren, dass alle zum Todeszeit im Eigentum des Erblasser befindlichen Immobilien an die begünstigten Erben übergehen anstatt einzelne Immobilien der gesetzlichen Erbfolge zu unterziehen, also so, als würde kein gültiges Testament existieren. 

Dennoch beschied das Gericht im vorliegenden Fall, dass der Testamentsvordruck nicht ausreichend formuliert war, um über die nicht genannte Immobilie testamentarisch verfügen zu können. Die Immobilie ging daher über die gesetzliche Erbfolge an Erben über, die im Testament in keinster Weise erwähnt wurden. Es besteht kein Zweifel, dass der Testamentsvordruck in diesem Fall die Absicht der Verstorbenen komplett unterlaufen hat. Um sicherzugehen, dass Ihr Testament Ihre Wünsche in korrekter Weise widerspiegelt, empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit einem erfahrenen Anwalt für Nachlass- und Erbangelegenheiten. Gehen Sie weder in Florida noch auf internationaler Ebene Kompromisse ein, wenn es um Ihre letzten Wünsche im Hinblick auf ihre Lieben und die Verfügung über Ihre Vermögenswerte geht. 

Für weitere Informationen über Urban Thier & Federer, P.A., Urban Thier & Federer, Rechtsanwälte sowie unsere Anwälte und Praxisgebiete möchten wir Ihnen unsere Webseiten nahelegen: www.urbanthier.com (USA Büro) und www.urbanthier.de (Büro in Deutschland). Urban Thier & Federer, P.A.’s Vertretung von Käufern erstreckt sich auf Prozessführung an Staats-und Bundesgerichten sowie Verhandlungen an Schiedsgerichten. Wir empfehlen Ihnen, sich über ihre Rechte und Möglichkeiten genau zu informieren. Sie sollten auch sicherstellen, dass die Kanzlei, die Sie mit Ihrer Beratung oder Vertretung beauftragen, die nötige Erfahrung, Ressourcen und Fähigkeiten hat, um Ihren Fall vor Gericht und wenn nötig an einem Berufungsgericht entsprechend vertreten zu können. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Urban Thier & Federer, P.A. Sie erst dann vertreten und Schritte in Ihrem Namen einleiten kann, wenn eine formelle Rechtsvertretungsvereinbarung besteht. 

Christian T. Fahrig 

Dieser Artikel und diese Website dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Diese Informationen sollten nicht als Ersatz für die Einholung von Rechtsberatung durch einen Anwalt verwendet werden, der in Ihrer Gerichtsbarkeit zugelassen oder autorisiert ist. Sie sollten immer einen entsprechend qualifizierten Anwalt zu einem bestimmten rechtlichen Problem oder einer bestimmten Angelegenheit konsultieren und sich nicht auf den Inhalt dieses Artikels verlassen. Nichts auf dieser Website ist dazu bestimmt, ein Anwalt-Kunden-Verhältnis zu schaffen, und nichts, was veröffentlicht wird, stellt eine Rechtsberatung dar. Wir können nicht garantieren, dass die Informationen korrekt, vollständig oder aktuell sind. 

 

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In diesem Fall hatte eine Erblasserin ein Testament auf einem im Internet erworbenen Vordruck hinterlassen, in welchem sie ihrer Schwester eine spezifisch genannte Immobilie hinterließ. Das Testament enthielt außerdem die Bedingung, dass die genannte Immobilie im Falle des Ablebens der begünstigten Schwester vor dem Tod der Erblasserin ihrem Bruder zufallen sollte. Wie es in solchen Fällen scheinbar immer geschieht, verstarb die Schwester nun tatsächlich vor der Erblasserin, so dass die Immobilie basierend auf dem Testament nun an den Bruder hätte vererbt werden sollen. Unglücklicherweise enthielt der Vordruck jedoch keine Verfügung darüber, was mit einer im Testament nicht aufgeführten Immobilie zu geschehen hätte, welche in diesem spezifischen Fall von der nun zuerst verstorbenen Schwester an die Erblasserin vererbt wurde. Ein rechtlich einwandfrei aufgesetztes Testament enthält üblicherweise eine Rückfallklausel, die genau derartige Szenarios regelt. Gerichte messen den in einem Testament dargelegten letzten Wünschen eines Verstorbenen große Bedeutung bei, man nennt dies die testamentarische Absicht. Normalerweise wird ein Gericht den Willen eines Erblassers so interpretieren, dass alle zum Todeszeit im Eigentum des Erblasser befindlichen Immobilien an die begünstigten Erben übergehen anstatt einzelne Immobilien der gesetzlichen Erbfolge zu unterziehen, also so, als würde kein gültiges Testament existieren. 

Dennoch beschied das Gericht im vorliegenden Fall, dass der Testamentsvordruck nicht ausreichend formuliert war, um über die nicht genannte Immobilie testamentarisch verfügen zu können. Die Immobilie ging daher über die gesetzliche Erbfolge an Erben über, die im Testament in keinster Weise erwähnt wurden. Es besteht kein Zweifel, dass der Testamentsvordruck in diesem Fall die Absicht der Verstorbenen komplett unterlaufen hat. Um sicherzugehen, dass Ihr Testament Ihre Wünsche in korrekter Weise widerspiegelt, empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit einem erfahrenen Anwalt für Nachlass- und Erbangelegenheiten. Gehen Sie weder in Florida noch auf internationaler Ebene Kompromisse ein, wenn es um Ihre letzten Wünsche im Hinblick auf ihre Lieben und die Verfügung über Ihre Vermögenswerte geht. 

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Christian T. Fahrig 

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