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Unfall- und Kollisionsrecht

Kollisionsrecht: Finden Sie den richtigen Anwalt nach einem LKW-Unfall

Bestehen Sie auf Ihre Rechte nach Unfällen mit Lastkraftwagen oder anderen Nutzfahrzeugen und verzichten Sie nicht auf Rechtsberatung, sondern erwägen Sie eine Klage auf Körperverletzung oder widerrechtliche Tötung. Was Sie dabei beachten sollten. 

Rechtliche Hinweise bei Unfällen mit Lastkraftwagen

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über spezielle Regeln und Überlegungen rund um einen LKW-Unfall oder einen Unfall mit anderen Nutzfahrzeugen. Hier eine Themenübersicht: 

  • Lieferwagen-Unfall
  • Muldenkipper-Unfall
  • Busbedingte Verletzungen
  • Unfall mit Abschleppwagen
  • Schäden an Umzugstransporter
  • Unfall mit Tieflader
  • Unfall mit Sattelzug
  • Unfall mit 18-Rad-Schwerlaster
  • andere LKW-Unfälle

Außerdem erfahren Sie mehr über spezielle Gesetze für diese Art von Fahrzeugen, Sorgfaltspflicht, Bundes- und Landesvorschriften, CDL-Fahrregeln und Verstöße. Zusätzlich erhalten Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie bei einem Unfall oder einer Kollision mit einem Sattelzug, 18-Rad-LKW oder einem kommerziellen Servicefahrzeug (wie oben aufgeführt) vorgehen müssen. Allein im vergangenen Jahr waren laut Angaben der NHTSA (National Highway Traffic and Safety Administration) rund 300.000 große LKW und andere Nutzfahrzeuge an Verkehrsunfällen beteiligt.  Bei den meisten handelte es sich dabei um Unfälle mit einem Sattelzug oder einem anderen Nutzfahrzeug und waren die direkte Folge von Fahrlässigkeit des Fahrers. Ein LKW wiegt im Allgemeinen deutlich mehr als 10.000 Pfund. Obwohl abhängig von der Geschwindigkeit, benötigt ein LKW verglichen mit einem PKW potenziell die dreifache Entfernung und Zeit, um zum Stillstand zu kommen. Außerdem ist bei einem Unfall mit einem Lastkraftwagen das Risiko, schwere Verletzungen oder Todesfälle zu verursachen, fünfmal höher als bei einem Unfall, bei dem nur Personenwagen betroffen sind. Die LKW-Branche wird durch eine Kombination aus Landes- und Bundesvorschriften geregelt. Diese Vorschriften sollen sicherstellen, dass alle Nutzfahrzeuge, einschließlich LKW oder andere Nutzfahrzeuge (wie z.B. Lieferwagen, Umzugstransporter, Busse, Kipper, Abschleppwagen, Tieflader usw.) sicher arbeiten. Die öffentliche Sicherheit wird durch Vorschriften im Hinblick auf Laderaum, Wartung, Fahrer-Qualifikation sowie die erforderliche Ausrüstung und Kennzeichnung sichergestellt. Eine Kollision mit einem 18-Rad-Sattelzug oder einem anderen großen Nutzfahrzeug ist eine erschütternde und traumatische Erfahrung. Oft führen Verletzungen aufgrund der Unfallschwere und des erhöhten Todesrisikos zu lebenslangen Folgen. Im Vergleich zu Unfällen, an dem nur PKW beteiligt sind, sind Verletzungen durch einen LKW-Unfall häufig weitaus schwerwiegender. Wenn Sie selbst verletzt wurden, dann ist es wichtig zu wissen, wie man bei einem möglichen Schadensersatzanspruch vorgeht. Im nächsten Abschnitt beschäftigen wir uns mit 

-Pflichten und Sorgfaltspflichten der LKW-Fahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern 
-Bundes- und Landesvorschriften, gegen die LKW-Fahrer am häufigsten verstoßen  
-Wie diese Gesetze im Sinne Ihres spezifischen Körperverletzungsfalls angewendet werden können  
-Feststellung einer rechtlichen oder unmittelbaren Ursache und Nachweis von Fahrlässigkeit  
Schadensersatz 

Sorgfaltspflicht für Nutzfahrzeuge: Was bedeutet das und welche Konsequenzen hat es sich für Sie.

Als Fahrer eines PKWs unterliegen Sie der Sorgfaltspflicht gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern, die in spezifische Verantwortlichkeiten unterteilt ist: 

– Gegenseitige Rücksichtnahme 
– Beachtung aller anwendbaren Verkehrsregeln 
Vermeidung eines Unfalls mit allen zumutbaren Mitteln  

Das Rechtssystem erlegt LKWFahrern deutlich höhere Sorgfaltspflichten auf. Bei der Festlegung der Sorgfaltspflicht oder des geforderten Fahrzeugstandards sowie der Feststellung etwaiger Verstöße stützen sich Gerichte auf die Bundes- und Landesvorschriften für LKW-Fahrer und andere Nutzfahrzeugführer, einschließlich der vorgeschriebenen Ruhepausen. Darüber hinaus wird bei der Argumentation und dem Nachweis von Fahrlässigkeit auf traditionelle Beweisführung zurückgegriffen.  Da ein LKW-Unfall häufig verheerende Folgen hat, setzen Gerichte Bundes- und Landesvorschriften üblicherweise streng durch. Wenn ein Gericht den Verstoß gegen eine spezifische Bundes- oder Landesvorschrift feststellt, kann dieser Verstoß als “per se“, also als “automatischer Beweis oder Unterstellung von Fahrlässigkeit betrachtet werden, für den Fall, daß der Verstoß zu Verletzungen Dritter geführt hat. Am häufigsten kommen Verletzungen gegen die Bundes- und Landesvorschriften  für den Güterkraftverkehr vor: Für die Erhebung einer starken Klage auf Personen- und Sachschaden muss bewiesen werden, dass der Lkw-Fahrer tatsächlich fahrlässig gehandelt hat und dass die Fahrlässigkeit die rechtliche oder “unmittelbare” Ursache Ihrer erlittenen Verletzungen war. Wenn Sie bei LKW-Unfällen den Verstoß des LKW-Fahrers gegen Bundes- oder Landesvorschriften nachweisen können, haben Sie mit dem Argument Fahrlässigkeit ein wirksames Mittel, Ihren Fall zu gewinnen. Jegliche Verletzung einer Bundes- oder Landesverordnung kann ein Weg sein, die Beweisführung zu untermauern und einen Fall zu gewinnen, da Gerichte derartige Verstöße sehr oft als eindeutigen Beweis für ein Verschulden ansehen. Weitere Beweise für zusätzliche Fahrlässigkeit helfen Ihrem Fall sicherlich, jedoch können Verstöße gegen Bundes- oder Landesvorschriften bereits ein “automatischer” Sieg sein. 

Vorschriften für 18-Rad-Schwerlaster

Werfen wir also einen genaueren Blick auf die beiden Schwerlaster-Vorschriften, die am häufigsten verletzt werden:  
 
1) Der LKW-Führerschein – Regeln und Vorschriften 
Fahrer von kommerziellen Schwerlastern sind verpflichtet, einen LKW Führerschein zu besitzen (CDL-Commercial Drivers Licence). Das U.S. DOT (United States Department of Transportation) schreibt vor, dass LKW-Fahrer eine Reihe von Tests spezifisch für den gewerblichen Einsatz bestehen müssen. Obwohl sich die geltenden Gesetze von Staat zu Staat unterscheiden können, müssen alle mit den Bundesvorschriften des DOT einschließlich der zugehörigen Codes of Federal Regulations (CFR) 49 CFR 382, 49 CFR 385, 49 CFR 3890, 49 CFR 391, 49 CFR 392, 49 CFR 393, 49 CFR 394, 49 CFR 395, 49 CFR 396 und 49 CFR 397 übereinstimmen. Die Strenge der Prüfung hängt vom Gewicht des LKW, der Zugmaschine oder des Anhängers ab – größere Fahrzeuge unterliegen strengeren Prüfungen. Hiermit verbundene Vorschriften verlangen den Nachweis besonderer Fähigkeiten und Kenntnisse des LKW-Fahrers in mehreren Bereichen:  
Parken, Manövrieren, Rückwärtsfahren, etc.  
Wartung von Reifen, Lichtern, Motoren, Bremsen, Plaketten, etc.  
Beherrschung der Inspektionsvorgaben vor Antritt der Fahrt 
Verfahren und Vorschriften zur Handhabung von Gefahrstoffen  
Neben der Erlangung des gewerblichen Führerscheins (CDL) müssen sich LKW-Fahrer zur Sicherstellung ihrer körperlich Eignung zur Führung eines 18-Rad-Schwerlasters oder anderen Nutzfahrzeugs auch Drogentests und einer körperlichen Untersuchung unterziehen 
 
2) Vorschriften über Fahrtenbücher  
Fahrer von Schwerlastern oder  anderen Nutzfahrzeugtypen sind verpflichtet, Fahrtenbücher zu führen, die folgende Informationen erfassen:  
-Die Anzahl der täglich für das Fahren als auch für die Erholung aufgewendeten Stunden. Im Allgemeinen sind gewerbliche Lkw-Fahrer zu 11 Stunden Fahrt täglich berechtigt, gefolgt von mindestens 10 Stunden Pause. Das Fahren über 60 Stunden in sieben Tagen oder 70 Stunden in acht Tagen ist in der Regel rechtswidrig. Dies entspricht dem geltenden Code of Federal Regulations, der im Interstate Truck Driver’s Guide to Hours of Service und anderen Quellen der Federal Motor Carrier Safety Administration zusammengefasst ist.  
Das Datum, an dem die aktuelle Ladung aufgenommen wurde 
– Das Gewicht der Schwerlastzuges (LKW, Zugmaschine und/oder Anhänger) vor und nach dem Beladen der Ladung  
– Das Ziel der Ladung 
– Das Lieferdatum  
 
Feststellung von Verstößen gegen die Vorschriften  
Wie bereits erwähnt, ist der Nachweis von Fahrlässigkeit das entscheidende Element für die Geltendmachung eines Anspruchs oder Durchsetzung einer Klage nach einem Unfall mit einem Schwerlaster oder einem anderen Nutzfahrzeug. Leider gibt es Fälle, wo LKWund andere Berufskraftfahrer nicht nur gegen das Gesetz verstoßen, sondern dies auch leichtsinnig, wissentlich und vorsätzlich tun. Derart flagrante Verstöße sind manchmal nicht nur regelwidrig, sondern geradezu kriminell. Wenn Sie Ihre Klage durch den Nachweis von Kriminalität, Vorsatz oder Leichtsinn untermauern können, haben Sie möglicherweise zusätzlich Anspruch auf die Gewährung von Strafschadenersatz, der den tatsächlichen Schaden übersteigen kann. Bei geringen Verletzungen nach einem LKW- oder anderen Nutzfahrzeugunfall könnten Sie möglicherweise Ihren Versicherungsanspruch in Eigenregie bearbeiten wollen. Allerdings birgt “pro se” oder Eigenrepräsentation erhebliche Risiken und Komplikationen, man bedenke die möglichen Schwierigkeiten beim Aufbau Ihres Falles – einschließlich Zugang zu Logbuch, Drogentests, CDL-Testergebnissen, kriminellen Hintergrundprüfungen und anderen Beweisen im Zusammenhang mit dem am Unfall beteiligten LKW-Fahrer. Ohne die Repräsentanz durch einen erfahrenen Anwalt haben Sie darüber hinaus einen Nachteil im Hinblick auf ihre Versicherungsgesellschaft und deren Sachverständige, denn diese bewerten einen Fall normalerweise auf der Grundlage von Faktoren, wie z.B. ob Sie überhaupt anwaltlich vertreten werden, außerdem welche Erfahrung Ihr Anwalt auf diesem Rechtsgebiet mitbringt und ob Ihr Rechtsbeistand versiert und in der Lage ist, Klagen bei Bedarf vor Gericht zu vertreten. Wenn Sie dann zu der Erkenntnis kommen, daß Sie doch einen Anwalt brauchen, könnten Sie Ihren eigenen Fall im Alleingang bereits nachhaltig geschwächt oder beschädigt haben – zum Beispiel durch eine schriftliche oder vereidigte Erklärung an die Versicherungsgesellschaft. 

Qualifizierte Anwaltskanzleien

Ein erfahrener Anwalt für Körperverletzung wird Sie und Ihre Interessen schützen und jedes anwaltliche Erfolgshonorar wird durch eine erhöhte Entschädigung mehr als gerechtfertigt. Die richtige Anwaltskanzlei und der richtige Anwalt sollten sowohl über die notwendige Erfahrung als auch die finanziellen Ressourcen verfügen, um eine Klage in Ihrem Namen einzureichen, Sachverständige einzustellen, Ermittlungen durchzuführen und Vorladungen zu erteilen, um die andere Seite und Dritte zu zwingen, alle notwendigen Informationen Ihren Fall betreffend zur Verfügung zu stellen, und wird darüber hinaus alle erforderlichen Schritte einleiten, um Ihren Fall bis zum Prozess und, falls nötig, bis zum Berufungsverfahren zu führen. Ihr Anwalt für Körperverletzung kann eine gründliche vorgerichtliche Ermittlung durchführen, dies beinhaltet die Sicherung von Beweisen und Dokumenten der Gegenseite, einschließlich der Sicherung des Zugangs zum tatsächlichen Fahrtenbuch oder elektronischen Protokoll des beteiligten LKW-Fahrers. Das Fahrtenbuch enthält möglicherweise Beweise, daß der LKW-Fahrer gegen geltende Vorschriften verstoßen hat, die zulässige Fahrzeit überschritten hat oder Logbuch-Einträge manipuliert oder sogar gefälscht wurden. Moderne elektronische Protokolle erschweren die Verdunkelung von Verstößen gegen Vorschriften in Bezug auf gefahrene Stunden und nicht eingehaltene Ruhezeiten. Ihr Anwalt kann auch aufgezeichnete Aussagen (sogenannte „depositions“) vom LKW-Fahrer, dessen Arbeitgeber und Mitarbeitern, sowie Zeugen und allen Personen einholen, die möglicherweise für den Fall relevante Informationen haben. Weitere gängige Ermittlungsinstrumente sind „interrogatories“ (schriftliche Befragung, die schriftlich und unter Eid zu beantworten ist), „admissions“ (Tatsachenbehauptungen, die schriftlich zugelassen oder abgelehnt werden müssen) und „requests for production (schriftliche Anfragen zu Dokumenten und Inspektionen). Alle diese Werkzeuge und Verfahren sind von unschätzbarem Wert, um einen stichhaltige Argumentationskette aufzubauen und Ihre Entschädigung zu maximieren. Im Falle eines Unfalls mit Schwerlastwagen gibt es gezielte Beweise, die für den Nachweis von Fahrlässigkeit entscheidend sind, wie z.B.: 
War der gewerbliche Führerschein des LKW-Fahrers eingezogen oder gültig  
– Hat der LKW-Fahrer ein Strafregister  
Wie viele Strafzettel und Verwarnungen hatte der LKW-Fahrer vor dem fraglichen Unfall  
Wie viele frühere Unfälle hatte der LKW-Fahrer  
Der finanzielle Hintergrund des LKW-Fahrers, einschließlich Urteilen und ausstehenden Forderungen  
War die Ladung innerhalb der gesetzlichen Grenzen  
Hat der LKW-Fahrer die gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeiten über oder unterschritten 
Befand sich der LKW-Fahrer auf der vorgesehenen Route zum Zielort  
Befand sich der LKW-Fahrer unter dem Einfluss von Medikamenten oder Betäubungsmitteln  
Befand sich der LKW-Fahrer unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol 

 

Weitere Beweise für Fahrlässigkeit 

Abhängig von den Umständen Ihres Falles gibt es mehrere Möglichkeiten, die Stichhaltigkeit und Glaubwürdigkeit Ihrer Schadensersatzansprüche zu untermauern. Betrachten Sie diese als konventionellere Mittel auf der Suche nach Beweisen für unmittelbare Ursache und Fahrlässigkeit. Die Formulierung “unmittelbare Ursache” bedeutet im Grunde genommen, dass die fahrlässigen Handlungen des LKWFahrers der vorhersehbare und logische Grund für den Unfall waren. Alternativ heißt „unmittelbare Ursache, daß der Unfall ohne die fahrlässigen Handlungen des LKW-Fahrers überhaupt nicht eingetreten wäre. Daher war die Fahrlässigkeit des LKW-Fahrers die direkte, unmittelbare Ursache für den Unfall und Ihre Verletzungen. Sie können Ihre Klage unterstützen, indem Sie sowohl potenzielle Beweise für unmittelbare Ursache als auch für Fahrlässigkeit sammeln. Sollten Sie jemals an einer Kollision mit einem LKW oder einem anderen Nutzfahrzeug beteiligt sind, halten Sie bitte die folgenden Schritte ein:  
A. Rufen Sie die örtliche Polizei an 
In der Mehrzahl aller Unfälle mit LKWs oder anderen großen Nutzfahrzeug wird der Verkehr entweder vollständig blockiert oder zumindest der Verkehrsfluss ernsthaft beeinträchtigt sein. Darüber hinaus können Sie selbst oder andere Fahrgäste verletzt worden sein. Der polizeiliche Unfallbericht (“Crash Report”, entweder in Kurz– oder Langfassung)  kann sich als kritisches Beweisstück für Ihren Fall erweisen, da er die folgenden Informationen enthalten sollte:  
-Persönliche Daten sowie Kontaktinformationen des LKW-Fahrers oder Nutzfahrzeugführers, wobei Sie sicherstellen sollten, daß die Polizei auch Kontaktdaten des Transportunternehmens oder Arbeitgebers aufnimmt  
Namen und Kontaktdaten von Fahrern und Eigentümern aller am Unfall beteiligten Fahrzeuge 
-Name der Versicherungsgesellschaft des LKW-Fahrers und dessen Arbeitgeber  
Skizze der Unfallstelle 
-Namen und Kontaktdaten aller Fahrgäste und sonstiger Zeugen  
-Wetterbedingungen zum Unfallzeitpunkt  
Dokumentation aller ausgestellten Strafzettel oder Verwarnungen, die der LKW-Fahrer oder andere Beteiligte erhalten  

 

  1. Fotos aufnehmen
    Wenn Sie, wie die meisten Menschen, ein Smartphone mit Kamera haben, verwenden Sie dies, um Bilder von der Unfallstelle aufzunehmen, einschließlich Fotos des PKWs und LKWs. Achten Sie darauf, dass Sie den tatsächlichen Aufprallpunkt genau fotografieren und achten Sie auch auf Bremsspuren. Versuchen Sie, Fotos vom LKW-Fahrer, Zeugen und allen Verletzungen zu machen. Achten Sie auch auf beschädigte Schilder oder andere Kollisionshinweise. 
  2. Machen Sie Notizen
    Schreiben Sie alles auf einen Notizblock oder ein Blatt Papier oder machen Sie alternativ Vermerke in Ihrem Handy. Notieren Sie alle Ihre Beobachtungen am Unfallort, z.B. Aussagen des LKW-Fahrers, wie “Ich habe Sie nicht gesehen” oder “Es tut mir leid”.  Sie müssen notieren, welche Zeugen solche Aussagen des Fahrers möglicherweise gehört haben könnten. Legen Sie so schnell wie möglich ein Journal Ihrer Notizen an.
     
  3. Holen Sie Zeugenaussagen und Kontaktinformationen der Zeugen ein
    Die Anwesenheit von Zeugen und deren Aussagen gehören zu den wertvollsten Beweismitteln für Ihren Fall. Möglicherweise hat die Polizei keine Gelegenheit, mit allen Zeugen zu sprechen, oder versäumt dies schlichtweg. Vielleicht werden auch nicht alle Details der befragten Zeugen aufgenommen. Holen Sie sich alle Kontaktinformationen, die Sie bekommen können. Möglicherweise müssen Sie sich nach Räumung der Unfallstelle mit den Zeugen in Verbindung setzen. Notieren Sie alle Zeugenaussagen im Detail, z.B.  daß der LKW-Fahrer eine rote Ampel überfahren oder nicht für Sie oder etwas anderes angehalten hat.
     
    E. Schauen Sie sich nach Überwachungskameras um 
    Vermerken Sie die Position von Überwachungskameras nahe der Unfallstelle. Meistens werden Sie diese an Schulen, Geschäften oder öffentlichen Lichtmasten finden, wo sie Kreuzungen und Bahnübergänge überwachen. Wenn Sie in der Lage sind, die Besitzer der Kameras zu identifizieren und zu finden, versuchen Sie, eine Aufzeichnung zu erhalten. Sollten sie dazu nicht bereit sein, lassen Sie die Aufzeichnungen durch Ihren Anwalt als Beweismittel gerichtlich einfordern 
  4. Gehen Sie zurück zum Unfallort
    Gehen Sie am nächsten Tag zum Unfallort zurück, sofern Sie dazu in der Lage sind. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund darum. Machen Sie Fotos, Messungen von Bremsspuren und Aufnahmen von festen Gegenständen, die seit dem Unfall bewegt worden sind.

 

Ersatzpflichtiger Schaden:  

Wenn Sie die oben genannten Hinweise beachten, haben Sie eine gute Ausgangsposition für Ihren Entschädigungsanspruch und/oder Ihre Klage auf Körperverletzung geschaffen. Vermutlich werden Sie eine Entschädigung für alle Schäden und Verletzungen anstreben, die Sie aufgrund der Fahrlässigkeit des LKW-Fahrers oder anderen Nutzfahrzeugführers erlitten haben. Wenn es sich um geringfügige Verletzungen handelt, können Sie möglicherweise die Verhandlungen selbst führen. Sind Ihre Verletzungen jedoch schwerwiegender Art, dann sollten Sie so schnell wie möglich einen erfahrenen Anwalt für Körperverletzung konsultieren. Die folgenden Verletzungen gelten als geringfügig:  
-Rückenschmerzen oder Schleudertrauma  
Prellungen, Schürfwunden und Risswunden wie Schnitte, Prellungen und Quetschungen ohne bleibende Behinderung oder Narben  
-Kleinere Verbrennungen ohne bleibende Behinderung oder Narben  
-gerissene oder verstauchte Muskeln, Bänder oder Sehnen ohne bleibende Behinderung oder Narben 

Schwerere Verletzungen beinhalten u.a.:  
Gebrochene Knochen oder Frakturen  
-Narbenbildung  
-Verunstaltung  
-Schädigung der inneren Organe  
-Innere Blutungen 
Verbrennung zweiten oder dritten Grades  
-Mehrfacher Bandscheibenvorfall  
Verletzungen des Gehirns oder des Nervensystems 
-Verlust von Gliedmaßen  
-Tod  
Neben dem Schmerzensgeld für Verletzungen sollten Sie entschädigt werden für:  
-Lohnausfall  
-Verlust der finanziellen Unterstützung für Überlebende im Todesfall  
-Verlust des Lebenspartners 
Finanzielle Auslagen wie medizinische Kosten (vergangene und zukünftige), einschließlich Krankenhausaufenthalt, Ambulanz- oder Hubschraubertransport, etc.  
-Benzinkosten und Parkgebühren für An- und Abfahrt zu medizinischer Behandlung  
-Schmerzen, Leiden und/oder emotionale Belastung  
-Verlust von Angehörigen wie Kindern, Enkeln und damit verbundenen Leiden 

Die Anwaltskanzlei Urban Thier & Federer, P.A., hat bereits viele Opfer von Körperverletzung, LKW-Unfällen und Autounfällen vertreten. Wir verfügen über die notwendige Erfahrung und die Ressourcen, um Ihren Fall vor Gericht zu vetreten und, falls erforderlich, in die Berufung zu gehen.  Wir haben erlebt, wie Versicherungsgesellschaften zur Vermeidung von Anspruchszahlungen außerordentliche Anstrengungen für den schuldhaften Fahrer unternommen oder versucht haben, geringe Schadensersatzleistungen weit unter dem rechtlich möglichen Betrag auszuzahlen. Bevor Sie irgendetwas unterschreiben oder mit der Versicherungsgesellschaft, dem Anwalt des Fahrers oder sonst jemandem kommunizieren, sollten Sie sich an einen Anwalt Ihrer Wahl wenden und sicherstellen, dass Sie Ihre Rechte und Ihren Anspruch auf eine vollständige und faire Entschädigung für Ihre Verletzungen oder den Tod eines geliebten Menschen schützen. 

*Dieser Artikel und diese Website dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Diese Informationen sollten nicht als Ersatz für die Einholung von Rechtsberatung durch einen Anwalt verwendet werden, der in Ihrer Gerichtsbarkeit zugelassen oder autorisiert ist. Sie sollten immer einen entsprechend qualifizierten Anwalt zu einem bestimmten rechtlichen Problem oder einer bestimmten Angelegenheit konsultieren und sich nicht auf den Inhalt dieses Artikels verlassen. Nichts auf dieser Website ist dazu bestimmt, ein Anwalt-Kunden-Verhältnis zu schaffen, und nichts, was veröffentlicht wird, stellt eine Rechtsberatung dar. Wir können nicht garantieren, dass die Informationen korrekt, vollständig oder aktuell sind. 

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Kollisionsrecht: Finden Sie den richtigen Anwalt nach einem LKW-Unfall

Bestehen Sie auf Ihre Rechte nach Unfällen mit Lastkraftwagen oder anderen Nutzfahrzeugen und verzichten Sie nicht auf Rechtsberatung, sondern erwägen Sie eine Klage auf Körperverletzung oder widerrechtliche Tötung. Was Sie dabei beachten sollten. 

Rechtliche Hinweise bei Unfällen mit Lastkraftwagen

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über spezielle Regeln und Überlegungen rund um einen LKW-Unfall oder einen Unfall mit anderen Nutzfahrzeugen. Hier eine Themenübersicht: 

  • Lieferwagen-Unfall
  • Muldenkipper-Unfall
  • Busbedingte Verletzungen
  • Unfall mit Abschleppwagen
  • Schäden an Umzugstransporter
  • Unfall mit Tieflader
  • Unfall mit Sattelzug
  • Unfall mit 18-Rad-Schwerlaster
  • andere LKW-Unfälle

Außerdem erfahren Sie mehr über spezielle Gesetze für diese Art von Fahrzeugen, Sorgfaltspflicht, Bundes- und Landesvorschriften, CDL-Fahrregeln und Verstöße. Zusätzlich erhalten Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie bei einem Unfall oder einer Kollision mit einem Sattelzug, 18-Rad-LKW oder einem kommerziellen Servicefahrzeug (wie oben aufgeführt) vorgehen müssen. Allein im vergangenen Jahr waren laut Angaben der NHTSA (National Highway Traffic and Safety Administration) rund 300.000 große LKW und andere Nutzfahrzeuge an Verkehrsunfällen beteiligt.  Bei den meisten handelte es sich dabei um Unfälle mit einem Sattelzug oder einem anderen Nutzfahrzeug und waren die direkte Folge von Fahrlässigkeit des Fahrers. Ein LKW wiegt im Allgemeinen deutlich mehr als 10.000 Pfund. Obwohl abhängig von der Geschwindigkeit, benötigt ein LKW verglichen mit einem PKW potenziell die dreifache Entfernung und Zeit, um zum Stillstand zu kommen. Außerdem ist bei einem Unfall mit einem Lastkraftwagen das Risiko, schwere Verletzungen oder Todesfälle zu verursachen, fünfmal höher als bei einem Unfall, bei dem nur Personenwagen betroffen sind. Die LKW-Branche wird durch eine Kombination aus Landes- und Bundesvorschriften geregelt. Diese Vorschriften sollen sicherstellen, dass alle Nutzfahrzeuge, einschließlich LKW oder andere Nutzfahrzeuge (wie z.B. Lieferwagen, Umzugstransporter, Busse, Kipper, Abschleppwagen, Tieflader usw.) sicher arbeiten. Die öffentliche Sicherheit wird durch Vorschriften im Hinblick auf Laderaum, Wartung, Fahrer-Qualifikation sowie die erforderliche Ausrüstung und Kennzeichnung sichergestellt. Eine Kollision mit einem 18-Rad-Sattelzug oder einem anderen großen Nutzfahrzeug ist eine erschütternde und traumatische Erfahrung. Oft führen Verletzungen aufgrund der Unfallschwere und des erhöhten Todesrisikos zu lebenslangen Folgen. Im Vergleich zu Unfällen, an dem nur PKW beteiligt sind, sind Verletzungen durch einen LKW-Unfall häufig weitaus schwerwiegender. Wenn Sie selbst verletzt wurden, dann ist es wichtig zu wissen, wie man bei einem möglichen Schadensersatzanspruch vorgeht. Im nächsten Abschnitt beschäftigen wir uns mit 

-Pflichten und Sorgfaltspflichten der LKW-Fahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern 
-Bundes- und Landesvorschriften, gegen die LKW-Fahrer am häufigsten verstoßen  
-Wie diese Gesetze im Sinne Ihres spezifischen Körperverletzungsfalls angewendet werden können  
-Feststellung einer rechtlichen oder unmittelbaren Ursache und Nachweis von Fahrlässigkeit  
Schadensersatz 

Sorgfaltspflicht für Nutzfahrzeuge: Was bedeutet das und welche Konsequenzen hat es sich für Sie.

Als Fahrer eines PKWs unterliegen Sie der Sorgfaltspflicht gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern, die in spezifische Verantwortlichkeiten unterteilt ist: 

– Gegenseitige Rücksichtnahme 
– Beachtung aller anwendbaren Verkehrsregeln 
Vermeidung eines Unfalls mit allen zumutbaren Mitteln  

Das Rechtssystem erlegt LKWFahrern deutlich höhere Sorgfaltspflichten auf. Bei der Festlegung der Sorgfaltspflicht oder des geforderten Fahrzeugstandards sowie der Feststellung etwaiger Verstöße stützen sich Gerichte auf die Bundes- und Landesvorschriften für LKW-Fahrer und andere Nutzfahrzeugführer, einschließlich der vorgeschriebenen Ruhepausen. Darüber hinaus wird bei der Argumentation und dem Nachweis von Fahrlässigkeit auf traditionelle Beweisführung zurückgegriffen.  Da ein LKW-Unfall häufig verheerende Folgen hat, setzen Gerichte Bundes- und Landesvorschriften üblicherweise streng durch. Wenn ein Gericht den Verstoß gegen eine spezifische Bundes- oder Landesvorschrift feststellt, kann dieser Verstoß als “per se“, also als “automatischer Beweis oder Unterstellung von Fahrlässigkeit betrachtet werden, für den Fall, daß der Verstoß zu Verletzungen Dritter geführt hat. Am häufigsten kommen Verletzungen gegen die Bundes- und Landesvorschriften  für den Güterkraftverkehr vor: Für die Erhebung einer starken Klage auf Personen- und Sachschaden muss bewiesen werden, dass der Lkw-Fahrer tatsächlich fahrlässig gehandelt hat und dass die Fahrlässigkeit die rechtliche oder “unmittelbare” Ursache Ihrer erlittenen Verletzungen war. Wenn Sie bei LKW-Unfällen den Verstoß des LKW-Fahrers gegen Bundes- oder Landesvorschriften nachweisen können, haben Sie mit dem Argument Fahrlässigkeit ein wirksames Mittel, Ihren Fall zu gewinnen. Jegliche Verletzung einer Bundes- oder Landesverordnung kann ein Weg sein, die Beweisführung zu untermauern und einen Fall zu gewinnen, da Gerichte derartige Verstöße sehr oft als eindeutigen Beweis für ein Verschulden ansehen. Weitere Beweise für zusätzliche Fahrlässigkeit helfen Ihrem Fall sicherlich, jedoch können Verstöße gegen Bundes- oder Landesvorschriften bereits ein “automatischer” Sieg sein. 

Vorschriften für 18-Rad-Schwerlaster

Werfen wir also einen genaueren Blick auf die beiden Schwerlaster-Vorschriften, die am häufigsten verletzt werden:  
 
1) Der LKW-Führerschein – Regeln und Vorschriften 
Fahrer von kommerziellen Schwerlastern sind verpflichtet, einen LKW Führerschein zu besitzen (CDL-Commercial Drivers Licence). Das U.S. DOT (United States Department of Transportation) schreibt vor, dass LKW-Fahrer eine Reihe von Tests spezifisch für den gewerblichen Einsatz bestehen müssen. Obwohl sich die geltenden Gesetze von Staat zu Staat unterscheiden können, müssen alle mit den Bundesvorschriften des DOT einschließlich der zugehörigen Codes of Federal Regulations (CFR) 49 CFR 382, 49 CFR 385, 49 CFR 3890, 49 CFR 391, 49 CFR 392, 49 CFR 393, 49 CFR 394, 49 CFR 395, 49 CFR 396 und 49 CFR 397 übereinstimmen. Die Strenge der Prüfung hängt vom Gewicht des LKW, der Zugmaschine oder des Anhängers ab – größere Fahrzeuge unterliegen strengeren Prüfungen. Hiermit verbundene Vorschriften verlangen den Nachweis besonderer Fähigkeiten und Kenntnisse des LKW-Fahrers in mehreren Bereichen:  
Parken, Manövrieren, Rückwärtsfahren, etc.  
Wartung von Reifen, Lichtern, Motoren, Bremsen, Plaketten, etc.  
Beherrschung der Inspektionsvorgaben vor Antritt der Fahrt 
Verfahren und Vorschriften zur Handhabung von Gefahrstoffen  
Neben der Erlangung des gewerblichen Führerscheins (CDL) müssen sich LKW-Fahrer zur Sicherstellung ihrer körperlich Eignung zur Führung eines 18-Rad-Schwerlasters oder anderen Nutzfahrzeugs auch Drogentests und einer körperlichen Untersuchung unterziehen 
 
2) Vorschriften über Fahrtenbücher  
Fahrer von Schwerlastern oder  anderen Nutzfahrzeugtypen sind verpflichtet, Fahrtenbücher zu führen, die folgende Informationen erfassen:  
-Die Anzahl der täglich für das Fahren als auch für die Erholung aufgewendeten Stunden. Im Allgemeinen sind gewerbliche Lkw-Fahrer zu 11 Stunden Fahrt täglich berechtigt, gefolgt von mindestens 10 Stunden Pause. Das Fahren über 60 Stunden in sieben Tagen oder 70 Stunden in acht Tagen ist in der Regel rechtswidrig. Dies entspricht dem geltenden Code of Federal Regulations, der im Interstate Truck Driver’s Guide to Hours of Service und anderen Quellen der Federal Motor Carrier Safety Administration zusammengefasst ist.  
Das Datum, an dem die aktuelle Ladung aufgenommen wurde 
– Das Gewicht der Schwerlastzuges (LKW, Zugmaschine und/oder Anhänger) vor und nach dem Beladen der Ladung  
– Das Ziel der Ladung 
– Das Lieferdatum  
 
Feststellung von Verstößen gegen die Vorschriften  
Wie bereits erwähnt, ist der Nachweis von Fahrlässigkeit das entscheidende Element für die Geltendmachung eines Anspruchs oder Durchsetzung einer Klage nach einem Unfall mit einem Schwerlaster oder einem anderen Nutzfahrzeug. Leider gibt es Fälle, wo LKWund andere Berufskraftfahrer nicht nur gegen das Gesetz verstoßen, sondern dies auch leichtsinnig, wissentlich und vorsätzlich tun. Derart flagrante Verstöße sind manchmal nicht nur regelwidrig, sondern geradezu kriminell. Wenn Sie Ihre Klage durch den Nachweis von Kriminalität, Vorsatz oder Leichtsinn untermauern können, haben Sie möglicherweise zusätzlich Anspruch auf die Gewährung von Strafschadenersatz, der den tatsächlichen Schaden übersteigen kann. Bei geringen Verletzungen nach einem LKW- oder anderen Nutzfahrzeugunfall könnten Sie möglicherweise Ihren Versicherungsanspruch in Eigenregie bearbeiten wollen. Allerdings birgt “pro se” oder Eigenrepräsentation erhebliche Risiken und Komplikationen, man bedenke die möglichen Schwierigkeiten beim Aufbau Ihres Falles – einschließlich Zugang zu Logbuch, Drogentests, CDL-Testergebnissen, kriminellen Hintergrundprüfungen und anderen Beweisen im Zusammenhang mit dem am Unfall beteiligten LKW-Fahrer. Ohne die Repräsentanz durch einen erfahrenen Anwalt haben Sie darüber hinaus einen Nachteil im Hinblick auf ihre Versicherungsgesellschaft und deren Sachverständige, denn diese bewerten einen Fall normalerweise auf der Grundlage von Faktoren, wie z.B. ob Sie überhaupt anwaltlich vertreten werden, außerdem welche Erfahrung Ihr Anwalt auf diesem Rechtsgebiet mitbringt und ob Ihr Rechtsbeistand versiert und in der Lage ist, Klagen bei Bedarf vor Gericht zu vertreten. Wenn Sie dann zu der Erkenntnis kommen, daß Sie doch einen Anwalt brauchen, könnten Sie Ihren eigenen Fall im Alleingang bereits nachhaltig geschwächt oder beschädigt haben – zum Beispiel durch eine schriftliche oder vereidigte Erklärung an die Versicherungsgesellschaft. 

Qualifizierte Anwaltskanzleien

Ein erfahrener Anwalt für Körperverletzung wird Sie und Ihre Interessen schützen und jedes anwaltliche Erfolgshonorar wird durch eine erhöhte Entschädigung mehr als gerechtfertigt. Die richtige Anwaltskanzlei und der richtige Anwalt sollten sowohl über die notwendige Erfahrung als auch die finanziellen Ressourcen verfügen, um eine Klage in Ihrem Namen einzureichen, Sachverständige einzustellen, Ermittlungen durchzuführen und Vorladungen zu erteilen, um die andere Seite und Dritte zu zwingen, alle notwendigen Informationen Ihren Fall betreffend zur Verfügung zu stellen, und wird darüber hinaus alle erforderlichen Schritte einleiten, um Ihren Fall bis zum Prozess und, falls nötig, bis zum Berufungsverfahren zu führen. Ihr Anwalt für Körperverletzung kann eine gründliche vorgerichtliche Ermittlung durchführen, dies beinhaltet die Sicherung von Beweisen und Dokumenten der Gegenseite, einschließlich der Sicherung des Zugangs zum tatsächlichen Fahrtenbuch oder elektronischen Protokoll des beteiligten LKW-Fahrers. Das Fahrtenbuch enthält möglicherweise Beweise, daß der LKW-Fahrer gegen geltende Vorschriften verstoßen hat, die zulässige Fahrzeit überschritten hat oder Logbuch-Einträge manipuliert oder sogar gefälscht wurden. Moderne elektronische Protokolle erschweren die Verdunkelung von Verstößen gegen Vorschriften in Bezug auf gefahrene Stunden und nicht eingehaltene Ruhezeiten. Ihr Anwalt kann auch aufgezeichnete Aussagen (sogenannte „depositions“) vom LKW-Fahrer, dessen Arbeitgeber und Mitarbeitern, sowie Zeugen und allen Personen einholen, die möglicherweise für den Fall relevante Informationen haben. Weitere gängige Ermittlungsinstrumente sind „interrogatories“ (schriftliche Befragung, die schriftlich und unter Eid zu beantworten ist), „admissions“ (Tatsachenbehauptungen, die schriftlich zugelassen oder abgelehnt werden müssen) und „requests for production (schriftliche Anfragen zu Dokumenten und Inspektionen). Alle diese Werkzeuge und Verfahren sind von unschätzbarem Wert, um einen stichhaltige Argumentationskette aufzubauen und Ihre Entschädigung zu maximieren. Im Falle eines Unfalls mit Schwerlastwagen gibt es gezielte Beweise, die für den Nachweis von Fahrlässigkeit entscheidend sind, wie z.B.: 
War der gewerbliche Führerschein des LKW-Fahrers eingezogen oder gültig  
– Hat der LKW-Fahrer ein Strafregister  
Wie viele Strafzettel und Verwarnungen hatte der LKW-Fahrer vor dem fraglichen Unfall  
Wie viele frühere Unfälle hatte der LKW-Fahrer  
Der finanzielle Hintergrund des LKW-Fahrers, einschließlich Urteilen und ausstehenden Forderungen  
War die Ladung innerhalb der gesetzlichen Grenzen  
Hat der LKW-Fahrer die gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeiten über oder unterschritten 
Befand sich der LKW-Fahrer auf der vorgesehenen Route zum Zielort  
Befand sich der LKW-Fahrer unter dem Einfluss von Medikamenten oder Betäubungsmitteln  
Befand sich der LKW-Fahrer unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol 

 

Weitere Beweise für Fahrlässigkeit 

Abhängig von den Umständen Ihres Falles gibt es mehrere Möglichkeiten, die Stichhaltigkeit und Glaubwürdigkeit Ihrer Schadensersatzansprüche zu untermauern. Betrachten Sie diese als konventionellere Mittel auf der Suche nach Beweisen für unmittelbare Ursache und Fahrlässigkeit. Die Formulierung “unmittelbare Ursache” bedeutet im Grunde genommen, dass die fahrlässigen Handlungen des LKWFahrers der vorhersehbare und logische Grund für den Unfall waren. Alternativ heißt „unmittelbare Ursache, daß der Unfall ohne die fahrlässigen Handlungen des LKW-Fahrers überhaupt nicht eingetreten wäre. Daher war die Fahrlässigkeit des LKW-Fahrers die direkte, unmittelbare Ursache für den Unfall und Ihre Verletzungen. Sie können Ihre Klage unterstützen, indem Sie sowohl potenzielle Beweise für unmittelbare Ursache als auch für Fahrlässigkeit sammeln. Sollten Sie jemals an einer Kollision mit einem LKW oder einem anderen Nutzfahrzeug beteiligt sind, halten Sie bitte die folgenden Schritte ein:  
A. Rufen Sie die örtliche Polizei an 
In der Mehrzahl aller Unfälle mit LKWs oder anderen großen Nutzfahrzeug wird der Verkehr entweder vollständig blockiert oder zumindest der Verkehrsfluss ernsthaft beeinträchtigt sein. Darüber hinaus können Sie selbst oder andere Fahrgäste verletzt worden sein. Der polizeiliche Unfallbericht (“Crash Report”, entweder in Kurz– oder Langfassung)  kann sich als kritisches Beweisstück für Ihren Fall erweisen, da er die folgenden Informationen enthalten sollte:  
-Persönliche Daten sowie Kontaktinformationen des LKW-Fahrers oder Nutzfahrzeugführers, wobei Sie sicherstellen sollten, daß die Polizei auch Kontaktdaten des Transportunternehmens oder Arbeitgebers aufnimmt  
Namen und Kontaktdaten von Fahrern und Eigentümern aller am Unfall beteiligten Fahrzeuge 
-Name der Versicherungsgesellschaft des LKW-Fahrers und dessen Arbeitgeber  
Skizze der Unfallstelle 
-Namen und Kontaktdaten aller Fahrgäste und sonstiger Zeugen  
-Wetterbedingungen zum Unfallzeitpunkt  
Dokumentation aller ausgestellten Strafzettel oder Verwarnungen, die der LKW-Fahrer oder andere Beteiligte erhalten  

 

  1. Fotos aufnehmen
    Wenn Sie, wie die meisten Menschen, ein Smartphone mit Kamera haben, verwenden Sie dies, um Bilder von der Unfallstelle aufzunehmen, einschließlich Fotos des PKWs und LKWs. Achten Sie darauf, dass Sie den tatsächlichen Aufprallpunkt genau fotografieren und achten Sie auch auf Bremsspuren. Versuchen Sie, Fotos vom LKW-Fahrer, Zeugen und allen Verletzungen zu machen. Achten Sie auch auf beschädigte Schilder oder andere Kollisionshinweise. 
  2. Machen Sie Notizen
    Schreiben Sie alles auf einen Notizblock oder ein Blatt Papier oder machen Sie alternativ Vermerke in Ihrem Handy. Notieren Sie alle Ihre Beobachtungen am Unfallort, z.B. Aussagen des LKW-Fahrers, wie “Ich habe Sie nicht gesehen” oder “Es tut mir leid”.  Sie müssen notieren, welche Zeugen solche Aussagen des Fahrers möglicherweise gehört haben könnten. Legen Sie so schnell wie möglich ein Journal Ihrer Notizen an.
     
  3. Holen Sie Zeugenaussagen und Kontaktinformationen der Zeugen ein
    Die Anwesenheit von Zeugen und deren Aussagen gehören zu den wertvollsten Beweismitteln für Ihren Fall. Möglicherweise hat die Polizei keine Gelegenheit, mit allen Zeugen zu sprechen, oder versäumt dies schlichtweg. Vielleicht werden auch nicht alle Details der befragten Zeugen aufgenommen. Holen Sie sich alle Kontaktinformationen, die Sie bekommen können. Möglicherweise müssen Sie sich nach Räumung der Unfallstelle mit den Zeugen in Verbindung setzen. Notieren Sie alle Zeugenaussagen im Detail, z.B.  daß der LKW-Fahrer eine rote Ampel überfahren oder nicht für Sie oder etwas anderes angehalten hat.
     
    E. Schauen Sie sich nach Überwachungskameras um 
    Vermerken Sie die Position von Überwachungskameras nahe der Unfallstelle. Meistens werden Sie diese an Schulen, Geschäften oder öffentlichen Lichtmasten finden, wo sie Kreuzungen und Bahnübergänge überwachen. Wenn Sie in der Lage sind, die Besitzer der Kameras zu identifizieren und zu finden, versuchen Sie, eine Aufzeichnung zu erhalten. Sollten sie dazu nicht bereit sein, lassen Sie die Aufzeichnungen durch Ihren Anwalt als Beweismittel gerichtlich einfordern 
  4. Gehen Sie zurück zum Unfallort
    Gehen Sie am nächsten Tag zum Unfallort zurück, sofern Sie dazu in der Lage sind. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund darum. Machen Sie Fotos, Messungen von Bremsspuren und Aufnahmen von festen Gegenständen, die seit dem Unfall bewegt worden sind.

 

Ersatzpflichtiger Schaden:  

Wenn Sie die oben genannten Hinweise beachten, haben Sie eine gute Ausgangsposition für Ihren Entschädigungsanspruch und/oder Ihre Klage auf Körperverletzung geschaffen. Vermutlich werden Sie eine Entschädigung für alle Schäden und Verletzungen anstreben, die Sie aufgrund der Fahrlässigkeit des LKW-Fahrers oder anderen Nutzfahrzeugführers erlitten haben. Wenn es sich um geringfügige Verletzungen handelt, können Sie möglicherweise die Verhandlungen selbst führen. Sind Ihre Verletzungen jedoch schwerwiegender Art, dann sollten Sie so schnell wie möglich einen erfahrenen Anwalt für Körperverletzung konsultieren. Die folgenden Verletzungen gelten als geringfügig:  
-Rückenschmerzen oder Schleudertrauma  
Prellungen, Schürfwunden und Risswunden wie Schnitte, Prellungen und Quetschungen ohne bleibende Behinderung oder Narben  
-Kleinere Verbrennungen ohne bleibende Behinderung oder Narben  
-gerissene oder verstauchte Muskeln, Bänder oder Sehnen ohne bleibende Behinderung oder Narben 

Schwerere Verletzungen beinhalten u.a.:  
Gebrochene Knochen oder Frakturen  
-Narbenbildung  
-Verunstaltung  
-Schädigung der inneren Organe  
-Innere Blutungen 
Verbrennung zweiten oder dritten Grades  
-Mehrfacher Bandscheibenvorfall  
Verletzungen des Gehirns oder des Nervensystems 
-Verlust von Gliedmaßen  
-Tod  
Neben dem Schmerzensgeld für Verletzungen sollten Sie entschädigt werden für:  
-Lohnausfall  
-Verlust der finanziellen Unterstützung für Überlebende im Todesfall  
-Verlust des Lebenspartners 
Finanzielle Auslagen wie medizinische Kosten (vergangene und zukünftige), einschließlich Krankenhausaufenthalt, Ambulanz- oder Hubschraubertransport, etc.  
-Benzinkosten und Parkgebühren für An- und Abfahrt zu medizinischer Behandlung  
-Schmerzen, Leiden und/oder emotionale Belastung  
-Verlust von Angehörigen wie Kindern, Enkeln und damit verbundenen Leiden 

Die Anwaltskanzlei Urban Thier & Federer, P.A., hat bereits viele Opfer von Körperverletzung, LKW-Unfällen und Autounfällen vertreten. Wir verfügen über die notwendige Erfahrung und die Ressourcen, um Ihren Fall vor Gericht zu vetreten und, falls erforderlich, in die Berufung zu gehen.  Wir haben erlebt, wie Versicherungsgesellschaften zur Vermeidung von Anspruchszahlungen außerordentliche Anstrengungen für den schuldhaften Fahrer unternommen oder versucht haben, geringe Schadensersatzleistungen weit unter dem rechtlich möglichen Betrag auszuzahlen. Bevor Sie irgendetwas unterschreiben oder mit der Versicherungsgesellschaft, dem Anwalt des Fahrers oder sonst jemandem kommunizieren, sollten Sie sich an einen Anwalt Ihrer Wahl wenden und sicherstellen, dass Sie Ihre Rechte und Ihren Anspruch auf eine vollständige und faire Entschädigung für Ihre Verletzungen oder den Tod eines geliebten Menschen schützen. 

*Dieser Artikel und diese Website dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Diese Informationen sollten nicht als Ersatz für die Einholung von Rechtsberatung durch einen Anwalt verwendet werden, der in Ihrer Gerichtsbarkeit zugelassen oder autorisiert ist. Sie sollten immer einen entsprechend qualifizierten Anwalt zu einem bestimmten rechtlichen Problem oder einer bestimmten Angelegenheit konsultieren und sich nicht auf den Inhalt dieses Artikels verlassen. Nichts auf dieser Website ist dazu bestimmt, ein Anwalt-Kunden-Verhältnis zu schaffen, und nichts, was veröffentlicht wird, stellt eine Rechtsberatung dar. Wir können nicht garantieren, dass die Informationen korrekt, vollständig oder aktuell sind. 

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